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Montag, 11. Dezember 2017
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Die Initative Zukunft Fichtelgebirge und die Marktredwitzer Oberbürgermeisterin sprechen für einen Ausbau der B303 aus. Hier der Text aus dem Artikel der Frankenpost.


IZF kämpft weiter für Ausbau
Die Vorsitzenden, OB Dr. Birgit Seelbinder und Bürgermeister Reiner Wohlrab fordern eine gute Ost-West-Verbindung. Sie befürchten Nachteile für den Wirtschaftsstandort.

Bild: Fordern den raschen Ausbau der West-Anbindung (von links): Albrecht Schläger, Willi Müller, Dr. Birgit Seelbinder, Jürgen Hoffmann und Reiner Wohlrab. Foto: Scharf

Schirnding - Die Initiative Zukunft Fichtelgebirge (IZF), unterstützt von der Marktredwitzer Oberbürgermeisterin Dr. Birgit Seelbinder, fordert mit Nachdruck den Ausbau des Straßenanschlusses an den Westen. Die beiden ehemaligen Landtagsabgeordneten Willi Müller und Albrecht Schläger als IZF-Vorsitzende und der Schirndinger Bürgermeister Reiner Wohlrab waren sich bei einem Pressegespräch einig: "An einer guten Ost-West-Verbindung des Landkreises hängen Arbeitsplätze." Oberbürgermeisterin Seelbinder, wies auf den Wirtschaftsstandort Marktredwitz hin und warnte vor Gefahren für den Standort und Arbeitsplätze, falls die Verkehrsanbindung nicht verbessert werde. So habe sie konkrete Hinweise, dass der Edeka-Standort in Marktredwitz, eines der modernsten Auslieferungslager der Edeka, gefährdet sei, wenn nichts geschehe.

Anlass zu dem Pressegespräch seien Meldungen über die massiven Proteste der Fernstraßen-Gegner gewesen, sagte Müller. Behauptungen, dass der Verkehr nachlasse, könne man nicht unkommentiert stehen lassen. Wie in ganz Bayern seien während der Rezession die Zahlen im Ost-West-Verkehr leicht zurückgegangen, aber nicht so stark, wie anderswo. Inzwischen sei das längst wieder überholt, der Verkehr nehme wieder zu. Besonders gravierend sei, dass der Schwerlastverkehr 20 Prozent davon betrage. "Wer sich einer leistungsfähigen Verkehrsanbindung unseres Landkreises verwehrt, ist mitverantwortlich für das Ausbluten unserer Region," sagte Müller. Seit fast fünf Jahren seien Teilstücke der Achse Schirnding-Marktredwitz so weit, dass sie Baurecht hätten. "Es ist ein Unding, dass nichts geschieht," ärgerte sich der IZF-Vorsitzende. Bei der Fortschreibung des Bundesfernstraßenplans müsse die Verbindung vom Landkreis Wunsiedel bis zum Landkreis Bayreuth dringend in den vordringlichen Bedarf.

Zweiter IZF-Vorsitzender Schläger ergänzte, natürlich müsse die leistungsfähige Straßenverbindung so umwelt- und menschenfreundlich wie möglich sein. Er wies auf die Vorleistungen in Tschechien hin, wo die Autobahnverbindung Prag - Karlsbad bereits zu 25 Prozent fertig und zu 25 Prozent im Bau sei. Hart ging Schläger mit den Ausbau-Gegnern ins Gericht, die des Öfteren ihre Meinung änderten und teils gar nicht im Landkreis lebten. Alleine im April sei der Verkehr erneut um 3,5 Prozent, im Mai gegenüber dem Vorjahr um 8,3 und im Juni um 5,4 Prozent gestiegen. Wobei lediglich der Verkehr an der Grenze und bei Bad Berneck, nicht aber der Quer- und Nahverkehr mitgezählt seien. Schläger unterstrich, dass die Verbindung von der Grenze zur A 93 vierspurig gebaut werden müsse und bedauerte den Gesinnungswandel beim FGV und Bund Naturschutz, mit denen vorher Einigkeit bestanden habe.

Dr. Birgit Seelbinder unterstrich, dass sie die Forderungen der IZF vorbehaltslos unterstütze. Der Wirtschaftsstandort Marktredwitz sei massiv betroffen. Deshalb habe sie auch beim Bauministerium gegen eine Auskunft des Staatssekretärs Andreas Scheuerer massiv protestiert. Er habe geschrieben, der vierspurige Ausbau bei Marktredwitz sei wegen der Kosten von rund 50 Millionen Euro volkswirtschaftlich nicht vertretbar. Dem schloss sich auch der Schirndinger Bürgermeister Reiner Wohlrab an. Auch aus Richtung Waldsassen und Selb sei der Verkehr gestiegen, sagte Wohlrab und verwies auf mehrere Betriebe in der Kommune. Herbert Scharf

"Es ist ein Unding, dass nichts geschieht." IZF-Vorsitzender Willi Müller

Brief an Innenminister
In einem Brief an den bayerischen Innenminister Joachim Hermann schreibt die IZF unter anderem: "Die Verbesserung der Straßenanbindung zwischen dem Grenzübergang Schirnding und der A 9 ist dringend notwendig. Hinter dieser Forderung steht die weit überwiegende Mehrheit der Bevölkerung im Landkreis Wunsiedel. Der Kreistag hat mehrmals in Abstimmungen - gegen zwei Stimmen der Grünen - geschlossen dafür gestimmt. Bei der Verbindung nach Westen handelt es sich um die Europastraße 48, die seit jeher Franken mit Böhmen verbindet."
      

(c) Frankenpost

 
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