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Sonntag, 30. April 2017
21.11.-30.11.2012 Diverse Artikel PDF Drucken E-Mail

Hier die Berichte aus der zweiten Novemberhälft 2012.

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Radio Mainwelle, Radio Euroherz, Radio Galaxy, Bayern 1

TV Oberfranken (2. Beitrag)

Bayerischer Rundfunk Frankenschau aktuell

Pressemeldung von Hartmut Koschyk CSU

Pressemeldung von Bündnis 90/Die Grünen Bayern

Und natürlich diverse Meldungen auf der Seite der BI Ost

Frankenpost vom 17.11.2012:

Fichtelgebirgsautobahn ist endgültig vom Tisch
Innenminister Herrmann lehnt Neuauflage des Projektes ab. Auf der Straßen-Wunschliste Bayerns stehen vor allem Ortsumgehungen.
Von Jürgen Umlauft
München - Ortsumgehungen stehen im Mittelpunkt der bayerischen Wunschliste für den Bundesverkehrswegeplan (BVWP). Insgesamt finden sich 383 Einzelprojekte für den Neu- und Ausbau von Fernstraßen im Freistaat in dem Papier, das Innenminister Joachim Herrmann am Freitag vorstellte. Für Oberfranken hat das Ministerium etwa zwei Dutzend Maßnahmen ausgewählt. Sie betreffen ausnahmslos Bundesstraßen, auf den Autobahnen Oberfrankens gibt es keinen Ergänzungsbedarf.
Nach der Vorlage wird es eine Neuauflage der Planungen für eine Fichtelgebirgsautobahn nicht geben. "Ein völliger Neubau quer durch die Landschaft ist für uns vom Tisch und wird nicht mehr angemeldet", erklärte Herrmann. Man setze nun auf einen "bestandsorientierten Ausbau" der B 303. Dieser sieht den vierstreifigen Ausbau zwischen Marktredwitz-West und der tschechischen Grenze unter Einbeziehung einer Ortsumgehung von Schirnding vor. Zudem soll die B 303 zwischen Tröstau und dem Sichersreuther Berg vierspurig ausgebaut und teilweise verlegt werden. Größtes Einzelprojekt ist der Neubau der Verbindung zwischen Bischofsgrün und der A 9 bei Tröstau. Konkrete Trassenplanungen gibt es dafür aber noch nicht.
Als weitere oberfränkische Projekte sieht die vorläufige Auswahlliste die Ortsumgehungen von Stadtsteinach, Seibelsdorf, Tambach und Oberelldorf an der B 303, von Untersteinach, Münchberg, Rehau, Weißdorf, Seulbitz und Mainroth an der B 289, von Unterrodach und Zeyern an der B 173, von Pressig, Knellendorf, Weißenbrunn, Altenplos und Heinersreuth an der B 85, von Wirbenz und Eckersdorf an der B 22 und von Töpen an der B 2 vor. Herrmann schätzt alle bayerische Maßnahmen auf Gesamtkosten in Höhe von 18 Milliarden Euro. Die Bürger rief Herrmann auf, die bis zum 15. Dezember bestehende Möglichkeit zu nutzen, die Vorschlagsliste zu bewerten und gegebenenfalls zu ergänzen. Alle dafür nötigen Unterlagen seien auf den Internet-Seiten des Innenministeriums einsehbar. Anschließend würden die bayerischen Vorschläge nach Berlin gemeldet. Die letzte Entscheidung über die Aufnahme in den neuen BVWP treffe dann das Bundesverkehrsministerium.
 
 

Frankenpost vom 24.11.2012:

Breite Allianz gegen den Ausbau
Zahlreiche Menschen befürchten, dass die B 303 doch noch wie eine Autobahn ausgebaut wird. Bis 14. Dezember sind Einwände möglich.
Von Stephan Herbert Fuchs
Bayreuth - Unter den Gegnern der Fichtelgebirgsautobahn kochen die Emotionen hoch. "Geldverschwendung", "Unverfrorenheit" und "Wortbruch" schimpfen sie. Hatten sie bis vor Kurzem geglaubt, das Thema sei bereits zu den Akten gelegt, wurde jetzt bekannt, dass der Freistaat die Neutrassierung der B 303 durch das Fichtelgebirge dem Ministerium zur Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan gemeldet hat. Damit, so fürchten die Gegner, wäre ein autobahnähnlicher Ausbau verbunden, der dann zwar nicht so heißt, aber dennoch wie eine Autobahn die Landschaft belastet. Eine breite Allianz der Autobahngegner aus Arzberg, Bayreuth, Gefrees, Hohenberg, Marktredwitz und anderen Orten trat am Freitag in Bayreuth vor die Presse, um noch einmal alle Argumente zusammenzufassen und auf den 14. Dezember hinzuweisen. Bis dahin müssen sämtliche Stellungnahmen gegen das Projekt beim Innenministerium eingegangen sein.
"Wir sind schwer erschrocken, dass jetzt wieder öffentlich über die Fichtelgebirgsautobahn diskutiert wird", sagt der Gefreeser Bürgermeister Harald Schlegel (SPD). Auf dem Gebiet seiner Gemeinde könnte die geplante Trasse auf die A 9 treffen. Schlegel ist besonders enttäuscht, weil es bereits eindeutige politische Signale gegeben habe, denen zufolge die Planungen vom Tisch seien.
Gerd Hartmann von der Bürgerinitiative in Gefrees nennt den jetzt geplanten Ausbau "pure Geldverschwendung". Grund dafür ist, dass sämtliche Prognosen über den immensen Anstieg der Verkehrsbelastungen nie eingetreten sind. 4700 Fahrzeuge pro Tag, davon 950 Schwerverkehr, seien bei der Messstelle Schirnding festgestellt worden, 5500 Kfz, davon 1500 Schwerverkehr, bei Bischofsgrün. Diese Zahlen rechtfertigten niemals einen Ausbau, sagt Hartmann.
Brigitte Artmann aus Marktredwitz hat sich die Pläne genau angesehen und unter anderem festgestellt, dass die Trasse nach derzeitigem Stand genau über den Golfplatz bei Tröstau führen würde. Südlich davon ist ein ausgewiesenes Brutgebiet für das Auerhuhn, nördlich vom Golfplatz ist ein Wohngebiet. Dies sei nur eine von zahlreichen Ungereimtheiten.
"Es ist jetzt endgültig an der Zeit, die Sargnägel in das Thema einzutreiben", sagt Oliver Dietel. Er erinnert an die 30 000 Unterschriften, welche die Bürgerinitiative bereits vor Jahren sammelte. Dietel zitiert auch aus den Antworten auf eine Anfrage der Grünen-Abgeordneten Ulrike Gote. Dort heißt es, dass bereits 1,2 Millionen Euro für Planungskosten ausgegebenen worden sind. "Zum Fenster hinaus geschmissenes Geld und eine grandiose Steuergeldverschwendung dazu", meint Dietel. Mittlerweile beschäftige sich sogar schon der Bundesrechnungshof mit dem Thema.
"Wir weisen seit zwölf Jahren nach, dass die Autobahn überflüssig ist, doch die Behörden und die Autobahnbauer stecken weiter Geld rein", schimpft Nanne Wienands. Peter Hottaß vom Fichtelgebirgsverein mit seinen 18 500 Mitgliedern zitiert aus einer Mitgliederbefragung des Jahres 2007, bei der sich 80 Prozent gegen die Autobahn ausgesprochen hatten. Gegen eine weitere Zerschneidung des Fichtelgebirges wehren sich auch die Vertreter der Umweltverbände Reinhard Birkner und Peter Ille vom Bund Naturschutz (BN) sowie Karsten Gees vom Landesbund für Vogelschutz (LBV). "Wir sollten uns lieber dafür einsetzen, dass das vorhandene Straßennetz sicherer wird und etwas für die Schulwegsicherheit tun", spielte Gees auf einen tödlichen Schulwegunfall vor wenigen Wochen im Landkreis Bayreuth an.
Ein weiteres Problem sieht Christoph Bochinger im neuen Wahlkreis Kulmbach-Wunsiedel ("Hundeknochen"), da der Kulmbacher Teil des Wahlkreises überhaupt nicht von der Fichtelgebirgsautobahn betroffen ist. Bochinger warf Innenminister Joachim Herrmann Wortbruch vor, denn Herrmann hatte am 30. Januar 2008 öffentlich erklärt, dass die Autobahn tot sei und nicht gegen den Willen der Menschen gebaut werde.
Ihre Einwände gegen die "Fichtelgebirgsautobahn" können alle Bürger noch bis zum 14. Dezember an das bayerische Innenministerium, Odeonsplatz 3 in 80539 München, richten. Die Mailadresse lautet: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

 
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