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"Wer`s hier nicht begreift, der versteht`s nie," so kommentierte einer der sehr zahlreichen Teilnehmer der Kundgebung in Wülfersreuth am 27. Juni 2010 das Anliegen der Bürgerinitiative gegen eine Fichtelgebirgsautobahn Gefrees und Umgebung = BIG beim Blick in das Tal vor Wülfersreuth Richtung Gefrees.
Zahlreiche Redner, deren Beiträge erfrischend kurz gehalten waren, vertraten einstimmig die Ansicht, dass andere verkehrspolitische Möglichkeiten gefunden werden müssen, als den Ausbau der bestehenden B303 - noch dazu, da aufgrund der vorhandenen Verkehrszahlen keine Notwendigkeit für den Ausbau besteht.
Der Gefreeser Bürgermeister - und er ist auch einer der vier Sprecher der Bürgerinitiative - Harald Schlegel begrüßte die zahlreichen Gäste; Professor Dr. Christoph Bochinger übernahm als weiterer Sprecher der BIG die Moderation und er führte die Hörer fachlich und sachlich ins Thema ein.
Schlegels Kollege, Bürgermeister Stefan Unglaub aus Bischofsgrün verlas die eindeutige Resolution seines Gemeinderates und stellte sich genauso eindeutig auf die Seite der Ausbaugegner. Günther Hoppert sprach in seiner Funktion als stellvertretender Landrat des Landkreises Bayreuth, Helmut Korn unterstützte die Anliegen der BIG als Kreisvorsitzender des Bund Naturschutz, Kreisgruppe Bayreuth. Gunter Zeißler von der Bürgerinitiative Bischofsgrün brachte den Gedanken ein, dass man mit die bisher aufgelaufenen Planungsgeldern besser in Bildung und Ausbildung der Jugend investiert haben könnte. Auch er wollte keinen zusätzlichen Verkehr auf der B303.
Professor Dr. Hubert Weiger, Vorsitzender des Bund Naturschutz in Bayern e. V. widmete sich in seiner Rede einerseits dem verkehrspolitischen Desaster um die hochsubventionierten LKW-Transporte, die kleinräumiges Wirtschaften kaputt machen, und wegen denen es finanziell nicht einmal mehr zum Erhalt der Straßen reicht. Dass er dabei auch an die überlasteten und hoch beanspruchten Fahrer dachte, zeigt einmal mehr seine ökologische und menschliche Umsicht. Andererseits ging er auf die Bedeutung von naturnahen Landschaften in Beziehung zum Klimawandel ein. "Man wird das Fichtelgebirge noch brauchen," meinte er. Hart ins Gericht ging er mit den Straßenbaubehörden, die seiner Ansicht nach die Entscheidungen der Politik untergraben. "Wenn der Minister sagt, `es gibt keine Autobahn durch das Fichtelgebirge `, und die Behörde legt weitere Planungen vor - was soll man davon halten?" fragte er.
Eine gelungene Veranstaltung der BIG, die mit sehr viel öffentlicher Aufmerksamkeit bedacht wurde. Der Blick von Wülfersreuth ins Fichtelgebirge offenbart den großen Schutzbedarf der Landschaft. Es gilt immer noch "Was man liebt, teert man nicht zu." Und noch ein Zitat, das bei dieser Kundgebung mehrfach bemüht wurde "Wer Straßen sät, wird Verkehr ernten".
Also bleiben die Forderungen erhalten: 1. Die Fichtelgebirgsautobahn muss aus dem Bundesverkehrswegeplan entfernt werden 2. Der Transitschwerlastverkehr der B303 muss auf die vorhandenen Autobahnen umgeleitet werden 3. Ende aller Planungen für einen verkehrsfördernden Ausbau der B303 und keine neuen Trassen im Fichtelgebirge  Hier die Rede unseres Sprechers Dr. Christoph Bochinger: |