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Freitag, 30. Juli 2010
Trassen zwischen Bischofsgrün und der A9

Hier die beiden Trassen (Variante 4 und 4a) aus der Machbarkeitsstudie in einer Karte vereint. (Quelle: http://www.stbabt.bayern.de/strassenbau/projekte/s_prj_b303.php)

 Trassenkarte

Es gilt was überall im Fichtelgebirge gilt: Es gibt keine naturverträgliche oder finanziell sinnvolle Trasse für dieses Projekt. Hier gibt es diese Karte in groß...

 
27.06.2010 - Kundgebung in Wülfersreuth

"Wer`s hier nicht begreift, der versteht`s nie," so kommentierte einer der sehr zahlreichen Teilnehmer der Kundgebung in Wülfersreuth am 27. Juni 2010 das Anliegen der Bürgerinitiative gegen eine Fichtelgebirgsautobahn Gefrees und Umgebung = BIG beim Blick in das Tal vor Wülfersreuth Richtung Gefrees.

Viele Teilnehmer

Zahlreiche Redner, deren Beiträge erfrischend kurz gehalten waren, vertraten einstimmig die Ansicht, dass andere verkehrspolitische Möglichkeiten gefunden werden müssen, als den Ausbau der bestehenden B303 - noch dazu, da aufgrund der vorhandenen Verkehrszahlen keine Notwendigkeit für den Ausbau besteht.

Der Gefreeser Bürgermeister - und er ist auch einer der vier Sprecher der Bürgerinitiative - Harald Schlegel begrüßte die zahlreichen Gäste; Professor Dr. Christoph Bochinger übernahm als weiterer Sprecher der BIG die Moderation und er führte die Hörer fachlich und sachlich ins Thema ein.

Schlegels Kollege, Bürgermeister Stefan Unglaub aus Bischofsgrün verlas die eindeutige Resolution seines Gemeinderates und stellte sich genauso eindeutig auf die Seite der Ausbaugegner. Günther Hoppert sprach in seiner Funktion als stellvertretender Landrat des Landkreises Bayreuth, Helmut Korn unterstützte die Anliegen der BIG als Kreisvorsitzender des Bund Naturschutz, Kreisgruppe Bayreuth. Gunter Zeißler von der Bürgerinitiative Bischofsgrün brachte den Gedanken ein, dass man mit die bisher aufgelaufenen Planungsgeldern besser in Bildung und Ausbildung der Jugend investiert haben könnte. Auch er wollte keinen zusätzlichen Verkehr auf der B303.

Professor Dr. Hubert Weiger, Vorsitzender des Bund Naturschutz in Bayern e. V. widmete sich in seiner Rede einerseits dem verkehrspolitischen Desaster um die hochsubventionierten LKW-Transporte, die kleinräumiges Wirtschaften kaputt machen, und wegen denen es finanziell nicht einmal mehr zum Erhalt der Straßen reicht. Dass er dabei auch an die überlasteten und hoch beanspruchten Fahrer dachte, zeigt einmal mehr seine ökologische und menschliche Umsicht. Andererseits ging er auf die Bedeutung von naturnahen Landschaften in Beziehung zum Klimawandel ein. "Man wird das Fichtelgebirge noch brauchen," meinte er. Hart ins Gericht ging er mit den Straßenbaubehörden, die seiner Ansicht nach die Entscheidungen der Politik untergraben. "Wenn der Minister sagt, `es gibt keine Autobahn durch das Fichtelgebirge `, und die Behörde legt weitere Planungen vor - was soll man davon halten?" fragte er.

Eine gelungene Veranstaltung der BIG, die mit sehr viel öffentlicher Aufmerksamkeit bedacht wurde. Der Blick von Wülfersreuth ins Fichtelgebirge offenbart den großen Schutzbedarf der Landschaft. Es gilt immer noch "Was man liebt, teert man nicht zu." Und noch ein Zitat, das bei dieser Kundgebung mehrfach bemüht wurde "Wer Straßen sät, wird Verkehr ernten".

Also bleiben die Forderungen erhalten:
1. Die Fichtelgebirgsautobahn muss aus dem Bundesverkehrswegeplan entfernt werden
2. Der Transitschwerlastverkehr der B303 muss auf die vorhandenen Autobahnen umgeleitet werden
3. Ende aller Planungen für einen verkehrsfördernden Ausbau der B303 und keine neuen Trassen im Fichtelgebirge

 Die Redner

 Hier die Rede unseres Sprechers Dr. Christoph Bochinger:

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Dauerzählstellen - Stand bis März 2010

Hier die aktuellen Verkehrszahlen bis März 2010. Der aktuelle Zustand auf der B303 lässt sich mit einem Wort beschreiben: 'Stabil'!

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19.05.2010 - Vorstellung der Umweltverträglichkeitsstudie und der Machbarkeitsstudie

Wir werten zur Zeit die Unterlagen des staatlichen Bauamtes aus. (Zu den Unterlagen des Bauamtes geht es hier...)

Nach Abschluss der Auswertung werden wir entsprechend die Öffentlichkeit informieren.

Ein kleiner Vorgeschmack: In der ergänzenden Verkehrsuntersuchung wird festgestellt, dass ohne jede Baumaßnahme im Jahr 2025 beim Grenzübergang Schirnding ca. 8800 Kfz/24h fahren werden. Diese Prognose ist sicherlich sehr hoch gerechnet. Trotzdem will die Politik diesen Abschnitt, der aktuell 20000 Kfz/24h fassen kann, autobahnähnlich auf 60000 Kfz/24h ausbauen. Und in den Unterlagen taucht auch schon der Name dieser Geldverschwendung auf: A70n.

Trassen Mai 2010

 
Wir brauchen Ihre Mithilfe!

Kreuzotter Helfen Sie uns die seltenen Tier- und Pflanzenarten in unserer Gegend zu erfassen um im Klageweg gegen den Bau der B303neu vorgehen zu können.


Im Rahmen der Umweltverträglichkeitsanalyse (UVS) werden im Jahr 2008 die gefährdeten Tier- und Planzenarten kartiert. Die Kartierung durch Biologen eines Umweltbüros im Auftrag des staatl. Bauamtes Bayreuth erfolgt auf den Trassenkorridoren und beiderseits bis 800 Meter. Bei Tieren mit großer Wanderung (Luchs) erfolgt die Untersuchung großräumiger.

Ziel dieser UVS ist es nicht, die B303neu zu verhindern, sondern ingenieurtechnische Lösungen zur Einhaltung der Naturschutzgesetze zu finden, wie Grünbrücken oder Verschiebungen der Trassen um einige Meter. Die Auswahl der Trasse (Anfang 2009) erfolgt nicht aufgrund der UVS sondern wird parallel zu dieser erfolgen.

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